Informatives & Tipps rund um die Gesundheit

Kinesiologische Lernhilfen - nicht nur für Kinder

Die Kinesiologie ist eine Verbindung von Anatomie, dem Wissen um die Meridiane (=Energieleitbahnen des Körpers) und der Neurophysiologie. Übersetzt bedeutet Kinesiologie "die Lehre der Bewegung".

Um effektiv Lernen zu können, müssen unsere beiden Gehirnhälften optimal zusammenarbeiten. In unsererm Bildungssystem wird jedoch spätestens ab der Einschulung hauptsächlich die linke Gehirnhälfte gefordert. Hier sitzt unser logisches, analytisches Denken. In unserer rechten Gehirnhälfte sind Kreativität, Gefühl und Phantasie beheimatet.

Durch einfache Übungen können Menschen jeden Alters ihre Konzentrations- und Merkfähigkeit deutlich steigern.

Durch fehlende Gleichschaltung der Gehirnhälften ergeben sich folgende Situationen:

  • Wir sollten logisch denken und handeln, träumen aber vor uns hin...
  • Wir denken logisch-analytisch, es fehlen aber Ideen zur Umsetzung.
  • Durch das Abschalten einer Gehirnhälfte entsteht Stress beim Lernen und es geht gar nichts mehr.

Mithilfe folgender Bewegungsübungen lösen wir Blockaden auf, die ein erfolgreiches Lernen verhindern. Es hat sich bewährt die Übungen täglich durchzuführen:

  • Laufen Sie auf der Stelle überkreuz, d.h. Sie berühren jeweils mit Ihrer linken Hand das rechte Knie und mit Ihrer rechten Hand das linke Knie. Wechseln Sie nach einigen Durchgängen zu gleichseitigem Laufen. Berühren Sie nun im Wechsel mit der rechten Hand das rechte Knie, mit der linken Hand das linke Knie. Können Sie die Übung gut ausführen, versuchen Sie währenddessen mit beiden Augen nach oben zu schauen.
  • Im Stehen oder Sitzen strecken Sie Ihren linken Arm nach vorn aus, die Finger zur Faust geschlossen, der Daumen zeigt nach oben. Bewegen Sie jetzt Ihren linken ausgestreckten Arm in liegenden Achten (die Mitte der Achten sollte auf Höhe der Nasenspitze sein). Verfolgen Sie die Achter-Bewegung mit Ihren Augen (den Kopf nicht mitbewegen). Wiederholen Sie die Übung mit der rechten Hand und danach mit beiden Händen gemeinsam.
  • Eine Übung die viele aus der Kindheit kennen: Machen Sie den Hampelmann!
  • Ohrmassage: Massieren Sie mit Daumen und Zeigefinger Ihre Ohren. Streichen Sie mit den Fingern Ihre Ohren nach Außen kräftig aus. Die Ohren dürfen nach der Massage schön rot ung gut durchblutet sein.

Wenn das Lernen länger dauert:

Legen Sie nach je 15 Minuten kurze Pausen ein. Trinken Sie ein Glas Wasser, atmen Sie an der frischen Luft kräftig durch und wiederholen Sie nach Bedarf eine oder mehrere der o.g. Übungen.

Achten Sie bei sich und Ihrem Kind auf eine gesunde, vitalstoffreiche Ernährung. Nur wenn der Körper optimal versorgt wird, kann das Gehirn in seiner Aufnahmefähigkeit unterstützt werden.

Speziell für Schulkinder:

  • Ein ausgewogenes Frühstück ist elementar, um in der Schule konzentriert zu sein.
  • Verzichten Sie auf Limonaden und Säfte. Bevorzugen Sie Wasser oder verdünnte Fruchtsaftschorlen.
  • Geben Sie Ihrem Kind Obst mit in die Pause. Auch Nüsse liefern wertvolles "Nervenfutter".
  • Reduzieren Sie Süßigkeiten.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind sich ausreichend an der frischen Luft bewegt. Dies sorgt für den notwendigen Ausgleich nach dem Sitzen in der Schule und bei den Hausaufgaben.

Sollten die genannten Methoden in Ihrem Fall nicht die gewünschte Wirkung erzielen, liegen tiefere Ursachen vor. Mögliche Ursachen können seelische Blockaden oder Mangelzustände sein. Hier kann durch einen individuellen Behandlungsplan auf die persönlichen Blockaden eingegangen werden.

Schwermetallbelastungen - erkennen und behandeln

In unserer heutigen Zeit nehmen wir alle eine gewisse Menge an Schwermetallen auf. Zum einen über die Ernährung. Hier sind als Lieferanten besonders Fisch und Meeresfrüchte zu nennen. Keineswegs sind nur Salzwasserfische betroffen, auch Fische in unseren Breiten sind mit Schwermetallen belastet. Zum einen durch Futter, das Schwermetalle enthält, zum anderen durch belastetes Wasser.

Eine Möglichkeit, um Fisch vor dem Verzehr einen Anteil der Schwermetalle zu entziehen: Legen Sie einige Zeit vor dem Verzehr frischen Koriander auf den Fisch und werfen Sie diesen vor dem Verzehr weg! Korinader hat die Fähigkeit Schwermetalle zu binden, diese Eigenschaft macht man sich auch in der Schwermetallausleitung des Körpers zunutze.

Die zweite, weit größere Quelle für die Aufnahme von Schwermetallen im menschlichen Körper sind Amalgam-Füllungen in den Zähnen.

Wenn Sie je Amalgam-Füllungen hatten und diese ohne ausleitende Maßnahmen entfernen ließen, sollten Sie auf Symptome achten, die eine solche Belastung hervorrufen kann.

Eine kleine Auswahl an Symptomen, die auf eine Schwermetallbelastung hinweisen können: Allergien, Ekzeme, Missempfindungen, Geschwüre im Mund, Infektanfälligkeit, wechselhafte Gemütslage, Migräne, häufiges Frieren, Merkfähigkeitsstörungen, Haarausfall, metallischer Mundgeschmack, Schwindel, Ohrgeräusche, Gelenksbeschwerden, Zittern, Zahnfleischprobleme, Schilddrüsenerkrankungen, Zähneknirschen, Sehstörungen,...

Durch das Ausbohren der Füllungen ohne Schutzmaßnahmen, besteht die Gefahr, dass bis zum 80% des Quecksilberdampfes über den Nervus olfactorius (unser Riechnerv) direkt in unser Gehirn gelangen.

So kann eine akute Vergiftungssituation entstehen. Auch der sogenannte Kofferdam, der von einigen Zahnärzten verwendet wird bietet keinen ausreichenden Schutz. Vor und nach der Entfernung von Amalgam-Füllungen sollte man in jedem Fall mit Entgiftungsmaßnahmen arbeiten, um freiwerdende Schwermetalle weitestgehend zu binden und auszuscheiden, bevor diese im Körper, bevorzugt im Gehirn abgelagert werden.

Folgende Erkrankungen werden mit Schwermetallen in Verbindung gebracht:

  • Morbus Alzheimer (in den betroffenen Hirnalrealen konnte in Untersuchungen eine deutlich höhere Konzentration von Quecksilber und auch Aluminium nachgewiesen werden)
  • Amyotrophe Lateralsklerose
  • Migräne
  • Fibromyalgie, chronische Erschöpfung
  • Psychische Beschwerdebilder wie aufbrausende Reizbarkeit, Aggressivität oder depressive Verstimmungen
  • Chronische Pilzbelastungen (Candida albicans hat die Eigenschaft Schwermetalle zu binden. Wird der Pilz mit einem Antimykotikum behandelt, wird eine große Menge an Schwermetallen frei, die nun über den Darm aufgenommen werden können und den Körper belasten. Bei Pilztherapien muss also immer an eine Schwermetallbelastung gedacht und diese mitbehandelt werden.)
  • Unfruchtbarkeit
  • Tumoren

Auch Autoimmunkrankheiten können durch Schwermetalle ausgelöst werden.

Hierzu zählen unter anderem:

  • Hashimoto-Thyreoiditis (Schilddrüsen-Entzündung), Morbus Basedow
  • Chronische Polyarthritis
  • Multiple Sklerose
  • Chronisch entzündliche Darmleiden (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

Sollten Sie noch Amalgamfüllungen besitzen, gibt es einige Maßnahmen, die Sie beherzigen sollten, um die Aufnahme der Schwermetalle über den Speichel möglichst gering zu halten:

  • Kauen Sie nicht Kaugummi.
  • Verzehren Sie keine sauren Speisen (Essig, saures Obst).
  • Verwenden Sie keine Zahncreme mit Schleifmitteln.
  • Vermeiden Sie andere Legierungen, wie Gold (es kommt zum sogenannten Batterieeffekt, d.h. es fließt zwischen den einzelnen Füllungen messbarer Strom. Dies kann zu weitreichenden Gesundheitsstörungen führen.)

Empfehlenswert ist eine schrittweise Entferung von Amalgam-Füllungen mit exakt abgestimmten Ausleitungsmaßnahmen.

Homöopathie & Pflanzenheilkunde bei Verletzungen

Seit alter Zeit wissen die Menschen um heilsame Kräfte aus dem Pflanzenreich. Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten wurden über die Jahrhunderte gesammelt und mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Neben dem immer noch hochaktuellen Heilkräuterwissen des Arztes und Naturforschers Paracelsus (1493-1541) ist auch das überlieferte Wissen der Volksmedizin von Bedeutung.

Eine entscheidende Weiterentwicklung in der Heilkunde schuf Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) im 19. Jahrhundert.

Der Arzt, Apotheker und Chemiker entdeckte die Wirkprinzipien der Homöopathie - "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt". Durch schrittweises Verdünnen der Ausgangssubstanzen (z.B. pflanzliche Urtinkturen), konnten noch tiefgreifendere Wirkungen erzielt werden, als ausschließlich durch die grobstoffliche Anwendung, z.B. in Form eines Tees oder Pflanzensaftes. Heute ergänzen sich Homöopathie und Pflanzenheilkunde in vielen Bereichen äußerst erfolgreich, um den Körper umzustimmen, krankmachendes Potenzial aus-, und tiefgreifende Heilung einzuleiten.

Altbewährte Heilpflanzen bei Verletzungen:

Bei gewöhnlichen Verletzungen ist es oft besser, wenn homöopathische Arzneien zum Einsatz kommen, diese in mittlerer Potenzstärke zu wählen (C12 oder C30). Die höheren Potenzen sollte man für Fälle aufbewahren, in denen der ganze Organismus durch die Verletzung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Allgemeine Erste Hilfe-Maßnahmen wie Kompressen, Eispackungen, Hochlagerung etc. sind selbstverständlich. Urtinkturen und homöopathische Arzneimittel sind nützliche Ergänzungen, um die Heilung zu beschleunigen, Schmerzen zu reduzieren und Komplikationen vorzubeugen.

Hirtentäschel ("Capsella bursa pastoris")

 

Hirtentäschel ist eine Pflanze, die spezifisch gegen Blutverlust wirksam ist. Zur lokalen Anwendung bei Nasenbluten, bei Schleimhautblutungen. Bei Blutungen und besonders bei Nasenbluten reicht es oft, wenn ein paar Samenkapseln oder ein grünes Blatt des Krautes in der Hand zerrieben werden. Hilfreich auch bei Blutungen nach Nasenoperationen, v.a. wenn es sich um passive Blutungen handelt.

Darreichungsformen:

  • In homöopathischer Verarbeitung: Thlapsi bursa pastoris C30.
  • Bei allen Arten von Blutungen (müssen vorher medizinisch abgeklärt sein!).
  • Hirtentäscheltee oder als Urtinktur innerlich und/oder äußerlich.
  • Bei Nasenbluten etwas Urtinktur auf Watte geben und in die Nase einführen.
  • Erste Hilfe für unterwegs: Frisches Kraut auf blutende Wunden legen.
  • In der Schwangerschaft nicht innerlich anwenden.

Gänseblümchen ("Bellis perennis")

Das Gänseblümchen lindert die Folgen körperlicher Gewaltanwendungen. In der Homöopathie trägt es auch den Namen "Arnika der Gebärmutter", weil es nach der Geburt die Rückbildung fördert.

Bei Verletzungen insbesondere im Bauchraum (Stoß, Prellung); nach chirurgischen Eingriffen im Rumpfbereich. Prellungen, Quetschungen, Blutergüsse, Muskelzerrungen und Muskelschmerzen (als Folge von Überanstrengung).

Innerlich in homöopathischer Aufbereitung: Bellis perennis C12 oder C30, als Urtinktur oder Tee. Äußerlich wirken frische, zerriebene Blätter schmerzlindernd bei Verstauchungen, Quetschungen und Prellungen, Unterstützung der Wundheilung.

Ringelblume ("Calendula officinalis")

Calendula fördert die Wundheilung, wirkt entzündungshemmend und desinfizierend. Spezifische Anwendungsgebiete sind Hauteiterungen und schlecht heilende Wunden, Quetsch-, Riss-, und Schürfwunden, Erfrierungen und Verbrennungen der Haut, zur Blutstillung und Glättung von Narben (letzteres optimal in Verbindung mit Johanniskraut).

Homöopathisch: Calendula C12 oder C30.

Als Urtinktur innerlich oder äußerlich als Einreibung, zum Spülen des Mundes bei Zahnfleischentzündungen oder nach zahnärztlichen Eingriffen. Ringelblumenöl eignet sich sehr gut für die äußerliche Anwendung und ist leicht selbst herzustellen. Bei Blutungen hilft äußerlich verdünnte Calendula-Urtinktur.

Johanniskraut ("Hyperikum perfoliatum")

Johanniskraut war ein bewährtes Wundkraut von Paracelsus. Die Hauptanwendungsgebiete sind Wunden, Quetschungen, Sehenzerrungen und Narben. Johanniskraut hat eine starke Beziehung zum Sonnenlicht. Johanniskraut blüht zur Zeit der Sommersonnenwende und fördert durch die Speicherung von Licht unser Nervensystem. Johannsikraut ist bei körperlichen und seelischen Verletzungen angezeigt. Es hilft bei Verletzungen von nervenreichem Gewebe (Fingerspitzen, Steißbein).

Die Pflanze dient uns als Wund- und Brandmittel, bei Phantomschmerzen und schmerzhaften Narben, bei eingeklemmten Fingern oder Zehen, sowie Wirbelsäulenverletzungen.

In homöopathischer Verdünnung: Hyperikum C12, C30 oder als Urtinktur. Johanniskrautöl ist ein hervorragendes Wundöl bei Verletzungen und Verbrennungen. Außerdem verhilft es zu glatter Narbenheilung und hilft bei Nervenschmerzen.

In seltenen Fällen kann eine Photosensibilisierung auftreten. Daher nach dem Gebrauch von Hyperikum keinen Sonnenbäder nehmen.

Spitzwegerich ("Plantago lanceolata")

Der Spitzwegerich weist eine starke Beziehung zu Haut, Schleimhaut und Lunge auf. Spitzwegerich lindert Reizungen und wirkt antiseptisch.

Rasche Linderung bei Insektenstichen erreichen wird durch Aufträufeln des Saftes. Als "Zugpflaster" können die Spitzwegerichblätter bei Furunkeln verwendet werden. Als Tinktur innerlich angewendet stärkt Spitzwegerich die Lungen z.B. bei Lungenschwäche.

Arnika ("Arnika montana")

Arnika ist das homöopathische Hauptmittel bei Verletzungen. Besonders bei stumpfen Traumatas, Gewebseinblutungen, Zerrungen oder nach Operationen. Arnika hilft bei Wund- und Zerschlagenheitsschmerz (nach einer Verletzung oder auch durch Überanstrengung).

Das Mittel findet Einsatz nach Zahnextraktionen oder bei Augenverletzungen.

Auch bei Verletzungsschock kann Arnika helfen. Vor allem dann, wenn der Verletzte Hilfe abwehrt, sich nicht berühren lassen möchte (aus Angst vor weiteren Schmerzen). Als Erste Hilfe Mittel sollte in der Hausapotheke Arnika in den Potenzen C12, C30 und C200 vorrätig sein.